,,Vietnam ist der attraktivste Standort in ganz Südostasien. Hier finde ich deutsche Tugenden, die gibt es zu Hause nicht mehr. Vietnamesische Mitarbeiter sind überdurchschnittlich strebsam, absolut pünktlich und vor allem überaus wissbegierig. Ein Traum für jeden Chef." – Thomas Rapp, Generaldirektor von Mercedes-Benz Vietnam

Was spricht also für den Standort Vietnam?
Wir fassen für Sie das Wesentliche zusammen.

1. Hohe politische Stabilität und sehr gute Sicherheitslage
Vietnam ist ein sehr friedliches und sicheres Land. Es hat in Asien die wohl beste Sicherheitslage und größte politische Stabilität. Investoren sind nicht durch ethnische oder religiöse Konflikte bedroht und die Terrorismusgefahr wird als minimal eingestuft. Die Städte gehören hinsichtlich der Verbrechensraten zu den sichersten der Welt.

2. Hohe Qualität der Arbeit und dadurch hohe Produktqualität
Vietnams Arbeitskräfte gelten als sehr lernwillig, mit schneller Auffassungsgabe und hoher Arbeitsmoral. Das Land hat eine hohe Alphabetisierungsrate und gute Grundbildung. Die Erwerbsbevölkerung ist sehr jung und jedes Jahr strömen über 1 Mio. Schulabgänger auf den Arbeitsmarkt.

3. Preiswerte Arbeitskräfte und hohe Arbeitsproduktivität
Die Arbeitskosten in Vietnam sind sehr moderat (ungelernte Arbeiter 84-100 USD/Monat, gelernte Arbeiter 135-165 USD/Monat, mittleres Management 390-480 USD/Monat, Techniker 200-250 USD/Monat).

4. Solides Wirtschaftswachstum, steigende Investitionen und eine wachsende heimische Wirtschaft
Vietnams Wirtschaft wächst seit einigen Jahren um jährlich ca. 6 - 8 %, wobei die Industrieproduktion um mehr als 10 % anstieg. Weltbank und ADB prognostizieren eine Fortsetzung dieses Wachstums in den kommenden Jahren. Seit 2000 gab es pro Jahr ca. 20 - 30.000 Unternehmensneugründungen.

5. Große, wachsende Bevölkerung und aufstrebende Mittelschicht mit erheblichem Konsumnachholbedarf
Mit einer Bevölkerung von 80 Mio. (2020: 100 Mio.) ist Vietnam ein beachtlicher Absatzmarkt. In Verbindung mit dem wirtschaftlichen Wachstum steigt das verfügbare Einkommen der Bevölkerung, allerdings von einem geringen Stand. Vor allem in den größeren Städten wächst eine konsumfreudige Mittelschicht heran. Das durchschnittliche BSP pro Kopf liegt in Ho-Chi-Minh-Stadt bei ca. 1.400 USD und wächst mit über 10 % p. a. Insgesamt besteht in Vietnam ein großer Konsumnachholbedarf. ADB und Weltbank erwarten eine heimische Nachfragesteigerung von 10 % in den kommenden Jahren. Die Armut wurde innerhalb der vergangenen Dekade nach internationalen Maßstäben um 50 % reduziert.
6. Strategisch günstige Lage, Diversifikation des Länderrisikos
Vietnam liegt inmitten der am schnellsten wachsenden Wirtschaftsregion der Welt. Innerhalb weniger Flugstunden liegen Märkte mit über 3 Mrd. Menschen. Das Land verfügt über eine gute Fluganbindung zu den regionalen Wirtschaftszentren, entlang der 3.440 km langen Küstenlinie liegen 7 internationale Seehäfen und die Straßenwege sind im Ausbau begriffen, u. a. die Straßenverbindung nach Thailand. Die Integration Vietnams in die Weltwirtschaft schreitet weiter voran; es ist Mitglied von ASEAN/AFTA und der WTO. 2001 trat ein bilaterales Handelsabkommen mit den USA in Kraft. Mit Deutschland bestehen Doppelbesteuerungs-
abkommen, Investitionsschutzvertrag und Kapitalanlagegarantien sowie ein Hermes-Länderfond. Gleichzeitig bietet es sich für Investoren in anderen Ländern der Region, insbesondere in China, an, durch ein Engagement in Vietnam das Länderrisiko zu diversifizieren.

7. Stabile makroökonomische Lage
Neben seinem ausgesprochen soliden wirtschaftlichen Wachstum gilt Vietnam trotz Herausforderungen als makroökonomisch stabile Wirtschaft. Die wesentlichen Indikatoren wie eine moderate Inflation, stabiler Wechselkurs, ausgeglichene Zahlungsbilanz, moderate Staatsverschuldung sowie ausreichende Währungsreserven belegen dies.

8. Deutschland ist größter europäischer Handelspartner von Vietnam
Die Bundesrepublik ist der wichtigste Handelspartner Vietnams in Europa. Die wichtigsten Exportgüter aus Vietnam nach Deutschland sind Textilien, Schuhe, Kaffee und Fischereiprodukte. Hauptimportgüter aus Deutschland sind Maschinen, Chemikalien und pharmazeutische Produkte.

9. Vietnamesen sind Deutschland gegenüber sehr freundlich gestimmt
Viele Vietnamesen erhielten eine Ausbildung in Deutschland. So haben ca. 10.000 Vietnamesen in Deutschland studiert, von denen nun viele Führungspositionen in Wirtschaft und Politik innehaben und über hervorragende Netzwerke verfügen. Ca. 80.000 Vietnamesen waren in der ehem. DDR als Gastarbeiter beschäftigt. In Vietnam sprechen ca. 120.000 Einwohner Deutsch.

10. First-Mover-Vorteile realisierbar und ausgeprägtes Markenbewusstsein
Die Absatzmärkte in Vietnam sind in vielen Bereichen noch recht jung und darum noch nicht besetzt. Gleichzeitig hat die vietnamesische Bevölkerung ein ausgeprägtes Markenbewusstsein und deutsche Produkte genießen hohes Ansehen. First-Mover-Vorteile und der Auf- bzw. Ausbau von Markennamen lassen sich einfach realisieren.